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"Hube" und "Manse"


Autor: Hartmut Geißler


Eine Hube oder Hufe (germanisches Wort; altdeutsch "huoba") war ein Stück landwirtschaftlicher Nutzfläche von 20-50 Morgen, also ein "Hof" in Eigenbesitz einer Bauernfamilie, der zu ihrer Versorgung mit einem Gespann ausreichte, die Einkünfte aus einer Hube/Hufe waren also die Abgaben auf die Erträge eines selbständigen Bauernhofes.

Eine Manse (romanisches Wort; lateinisch "mansa") ist ursprünglich ein Herrenhof, der aber parzelliert wurde in Stücke zwischen 15 und 25 Hektar, die dann den hörigen Bauern, den "mansi", "Mansen", zur gleichfalls abgabenpflichtigen Bewirtschaftung überlassen wurden. Diese Art bäuerlicher Bewirtschaftung überwog im ehemals romanisierten Bereich.


Gs, erstmals: 30.08.06; Stand: 25.12.14