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Die Dammstraße in Frei-Weinheim


Autor und Fotos: Hartmut Geißler

Text aus Tafel 6:

Ansätze einer notdürftigen abschnittsweisen Bedeichung zur Abwehr stets drohender Überschwemmungen durch den Rhein sind schon aus dem 15. Jahrhundert überliefert. Zur Unterhaltung mussten - sehr widerstrebend - auch die kurpfälzischen Ortschaften des Ingelheimer Umlandes herangezogen werden. Das wohl größte Unglück ereignete sich im Februar 1784 nach plötzlich einsetzendem Tauwetter: Die Hälfte des Viehbestandes ertrank und 35 von 40 Häusern wurden zerstört.

Eine Folge davon war die Umstellung von Lehm- auf Steinbauweise. Ein wirklich sicherer Hochwasserschutz ließ sich jedoch erst unter großherzoglicher Regentschaft realisieren.

1825 wurde die grundlegende Erneuerung der unzureichenden Behelfsabriegelungen In Angriff genommen und ein entsprechend hohes und geschlossenes System entlang der gesamten Uferfront geschaffen. Im Zuge dieser zugleich strukturfördernden Maßnahmen fand auch die Dammstraße ihre heutige Gestalt. Kennzeichnend ist auf der Südseite die dichte Reihung von einfachen, behäbigen Wohnhäusern mit den dahinter liegenden kleinen Wirtschaftsgebäuden. Trotz modernisierender Eingriffe besitzen zum Beispiel die Nrn. 8, 14 („Rheinkrone") und 18 noch ihre ursprünglichen Torbögen.

Auffällig an den Damm herangebaut steht die Nr. 3 (unten), ein mehrgeschossiges Anwesen mit klaren klassizistischen Elementen und exponiert gelegenem Gartengrundstück (das Thornsche Haus).

Urkundliche Nachweise dieses Dammes, der seit 1441 mehrfach erhöht wurde, bei Saalwächter, BIG 13, S. 50-54

Hochwasser überschwemmt am 13. März 2006 den Spielplatz links bis zum Deich; rechts Häuser der Dammstraße
Das Haus des ehemaligen Bürgermeisters Nikolaus Thorn


Nikolaus Thorn war von 1892-1899 Bürgermeister, im Haus gab es einen Raum für die "Dammwache" (Gs).

 

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Gs, erstmals: 14.03.06; Stand: 05.03.17