Sie sind hier:   Burgkirche OI > Petrus Slych

Grabmal für Petrus Slych (Peter Schlich)


Autor und Foto: Hartmut Geißler

Foto: Gs


Diese Grabplatte ist doppelt verwendet worden:

Zuerst für einen Pfarrer dieser Kirche, Petrus Slych, mit folgender Inschrift:

Anno domini / M. XXXX.XLII.feria quarta post dmi./ ... / . [Pet-]rus Slych olim plebanus huius ecclesiae.

= Im Jahre des Herrn 1442, am vierten Tag nach dem Sonntag ? [starb der ehrwürdige Herr Pet-]rus Slych, ehemals Pfarrer dieser Kirche (so Krämer).

Das Ober-Ingelheimer Haderbuch 1440-1445 dokumentiert einen Streit um den Nachlass diese Frühmessers und Pfarrers von St. Wigbert, verhandelt am 04.03.1442. Daraus ergeben sich zwei mögliche Todestage: der 21.02. (nach dem ersten Fastensonntag) oder der 28.02.1442 (nach dem zweiten Fastensonntag). Quelle: Michael Plückthun 7.7.09.


Die zweite lieblose Inschrift im unteren Bereich stammt nach Krämer aus der Zeit der schwedischen Soldateska, welche 1631 nach der Einnahme von Mainz nach Ingelheim kam.

Über diese Zeit schreibt Burger, BIG 34, S. 80:

Die Ober-Ingelheimer Kirche und das Schulhaus daselbst waren noch 1653 in einem verwahrlosten Zustand. Fußböden waren herausgerissen und Tische, sowie Bänke verbrannt worden. Dasselbe wird uns von der Kilianskirche in Nieder-Ingelheim berichtet, während die Frei-Weinheimer Kirche, wie es in einem Bericht des Nieder-Ingelheimer Collektors Hermann Schmitz heißt, „im Kriegswesen gar abgebrannt und von newen zu bauen“ ist."

Sie erinnert an die Frau Ursula Worneck von Klein Landsberg aus der Mark (zwischen Dessau und Leipzig), Ehefrau des Fennerich Reinholt aus P ..."


Gs, erstmals: 18.09.11; Stand: 07.03.17